Fressposition

Fressposition?

Jede Futteraufnahme, ob 'Futter Natur' oder auch das Heu aus Sparraufen und Netzen sollte immer BODENNAH erfolgen können.
So ist es natürlich.
Eine erhöhte Fressposition schädigt den Pferdekörper massiv!

Die natürliche Fresshaltung ist ein nach vorne unten gesenkter Kopf, also bodennah, welcher die Dornfortsätze auseinander zieht, die Oberlinie dehnt, die Knochensäule (Hufe, Gelenke, Sehnen, Bänder) pysiologisch belastet und den gringsten Muskelaufwand für das Pferd bedeutet. Selbst wenn das Pferd zu Ästen, Knospen und Blättern an Bäumen den Hals recken muss, um an die natürlich, gesunde Nahrung zu gelangen, senkt es zum Schlucken den Kopf wieder.
Schluckt das Pferd aber in abgewinkelter Kopf-Hals-Position, sowie bei Krippen, die auf Tischhöhe angebracht sind, so wird der Rachenraum und die Speiseröhre des Pferdes belastet, weil die abzuschluckende Nahrung nicht "geradeaus" hinunter gleiten kann, sondern "um die Ecke" muss. Nur weil ein Pferd augenscheinlich damit zurecht kommt, heisst es nicht, dass es auch gesund und richtig ist.
Vorallem sind Tröge in handlicher Höhe, wie die Beschreibung schon sagt, praktisch für den Menschen. Das gilt für so Vieles, auch für die Boxenhaltung oder die Hufeisen. Pferdgerecht ist anders!
Bei der natürlichen Fresshaltung passen die Zahnreihen von Ober- und Unterkiefer genau aufeinander. Eine Haken-, Wellen-, oder Rampenbildung am Gebiss, welche selbstverständlich auch von der Rohfasermenge und der Art der grundsätzlichen Nahrung abhängig ist, wird so ausgeschlossen bzw. weitestgehend minimiert. Bei erhobener Kopfhaltung, mit abgeknicktem Genick (Fressen aus Tischhöhe) wird der Unterkiefer nach hinten gerückt, die Backenzahnreihen passen nicht mehr genau übereinander (!) und es erfolgt eine ungleichmäßige Zahnabnutzung. Eine unpysiologische Gebissabnutzung, also Haken, schiefe Kaufflächen etc., ist die Folge.
Nicht nur das so der Zahnarzt öfter kommen muss, auch auf die Verdauungsvorgänge hat eine hohe Fressposition Auswirkungen.
Kann die Nahrung durch eine natürliche Fressposition ausreichend zerkaut, gemahlen und vorallem auch eingespeichelt werden, profitiert auch hiervon die Verdauung. Zum einen ist die Speichelmenge entscheidnend für die Konsistenz des Nahrungsbreis (fest oder locker), welches wiederrum direkte Folgen auf die im Magen und Dünndarm vorhandenen Verdauungsenzyme hat. Zum anderen enthält der Speichel des Pferdes Bicarbonat. Dieses dient als "Magensäuren-Puffer" und schützt die Schleimhaut.

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